Eischnee

»D.C. Dilligence« im LTT
60 min

Tanzstücke von:

Irina Pauls

mit:

Ulrike Reinbott | Lena Meierkord

Musik:

Alba Nova | Matthias Engelke | Amon Tobin

Licht:

Carsten Rüger


Foto: Maurize Korbel

Eischnee: Durch das Schlagen von Eiklar wird der Masse Luft zugeführt, die zunächst große noch sehr instabile Blasen bildet. Je länger man den Eischnee aber schlägt, desto kleiner werden die darin enthaltenen Bläschen und desto stabiler wird er aufgrund des immer festeren Zusammenhalts zwischen den Blasen. Schlägt man den Eischnee jedoch zu lange, dann riskiert man, dass er »perlt«, d. h. er beginnt sich irreversibel in einen festen und in einen flüssigen Teil zu trennen.
Das neue Stück der Choreografin erzählt vom Bedürfnis nach persönlichem Raum, der Platz für Entfaltung bietet. Mit dessen Beschränkung entsteht Abgrenzung und das Begehren, in fremde Räume einzudringen. Vom Zulassen und Verschließen, von Überlegenheit und unterlegen sein reichen die Spielarten zweier Frauen auf dem Weg ihrer individuellen Grenzerfahrung.

Ulrike Reinbott ist in Wipperfürth geboren und erhielt ihre Tanzausbildung an der Ballettakademie in Köln, der Folkwang Hochschule Essen und bei P.A.R.T.S. in Brüssel. Sie arbeitete u.a. mit den Choreografen Urs Dietrich, Henrietta Horn und Wilhelm Groener und zeigte eigene Stücke in Wuppertal und Paris. Mit »Rumble« tourte sie durch Großbritannien. 2006 beginnt ihre Zusammenarbeit mit Wim Vandekeybus, ultima vez, in Brüssel.

Lena Soon Hee Meierkord ist in Südkorea geboren und wuchs in Berlin auf, wo sie lebt und arbeitet, nachdem sie bei P.A.R.T.S. in Brüssel ihr Studium abschloss. Sie war Tänzerin der Cie.Toula Limnaios. Letztes Jahr erhielt sie ein Stipendium der Berliner Senatsverwaltung, um in NYC studieren zu können. Zuletzt arbeitete sie mit OmU/Laurie Young und LaborGRAS und zeigte eigene Arbeiten, u.a. mit Ulrike Reinbott, in der fabrik Potsdam, wo sie zu einer Kurzresidenz eingeladen war.

Irina Pauls

Geboren in Leipzig lebt sie aktuell in Freiburg. Sie erhielt ihre Tanzausbildung an der Palucca Schule in Dresden und studierte Choreografie an der Theaterhochschule »Hans Otto« in Leipzig. Sie war unter anderem Direktorin der Tanztheater des Landestheaters Altenburg, des Schauspiel Leipzig, des Staatstheaters Oldenburg, des Theaters Heidelberg und der Tanztheaterkooperation der Theater Freiburg/ Heidelberg. Choreografien für: u.a. Deutsches Nationaltheater Weimar, Bayerisches Staatsschauspiel München, Schauspiel Essen, Ballett Panfilow Perm, Theatre of Northern Greece Thessaloniki, CoisCeim Dance Theatre Dublin. Workshops in Perm, Kiew, Dublin und Manila. Sie erhielt den Choreografiepreis des Ministeriums für Kultur und ist im Vorstand des Internationalen Theaterinstituts Zentrum BRD.