Wie in allen Bereichen der Kultur gibt es auch im Tanz immer wieder ›Lenkungsbemühungen‘: Versuche, die Entwicklung, den gesellschaftlichen, pädagogischen oder moralischen Nutzen und seine künstlerische Erscheinung nach unterschiedlichen Vorgaben zu bestimmen. Aber braucht der Tanz wirklich Pläne, und wenn ja, welche? Über unterschiedliche Erfahrungen mit Tanzpolitik sprechen: Ronald Schubert (Geschäftsführer des LTT), Jürgen Goewe (Begründer und ehemaliger Leiter des LTT und der Deutschen Tanzkompanie), Christoph Winkler (Choreograf) und Reinhild Hoffmann (Choreografin, Kuratoriumsmitglied »Tanzplan Deutschland«).
Moderation: Franz Anton Cramer
geboren 1962. 1984 bis 1987 Tanz- und Bewegungsausbildung. 1988 bis 1993 Magisterstudium der Hispanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft, 1998 Promotion. Seit 1994 freischaffender Tanzwissenschaftler, Publizist und Kritiker (u. a. Frankfurter Rundschau, Theater der Zeit, corpusweb.
net). Seit 2003 wissenschaftliche Projektmitarbeit am Tanzarchiv Leipzig e. V. und am Centre national de la danse, Frankreich, 2004 bis 2006 dort Forschungsstipendiat des französischen Kulturministeriums. Seit August 2006 Mitglied in der Arbeitsgruppe zur Entwicklung des Studiengangs »Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie« im Rahmen des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz Berlin, seit 2007 dort Gastdozentur. Im Juni 2007 Ernennung zum Forschungsgruppenleiter am Collège international de philosophie in Paris. Zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge, Workshops zu Aspekten des zeitgenössischen Tanzes, des Archivwesens, der Kulturpolitik sowie der Geschichte von Bewegungskulturen.