Interview mit den Mitwirkenden

Ralf, die Kompositionen für euer Trio sind größtenteils von dir und  für „FREEZE“  neu entstanden, und euer Trio spielt das erste Mal zusammen.
Wie hat sich das entwickelt ?

Ralf Schrabbe: Axel und ich haben schon früher in unterschiedlichen Ensembles Musik gemacht. Das Trio haben wir dann aber extra für dieses Projekt gegründet.
Ich komme mit den Kompositionen und wir überlegen uns während der Proben, wie wir das Material speziell in formeller Hinsicht verarbeiten. Das klappt mit Daniel und Axel sehr gut, da wir uns musikalisch perfekt ergänzen. Für mich hat die konzeptionelle Zusammenarbeit mit Irina das Schreiben erleichtert, der Leitfaden ist ein Impuls.

Daniel, wie beschreibst du die musikalische Idee für euer Trio?

Daniel Wehrbach: Was wir machen passt in keine Schublade. Die Musik ist sehr vielschichtig, gerade in der Trio-Besetzung reizvoll aber auch sehr schwer. Es ist eben nicht das Latin- Jazz- Trio an sich. Durch die Anleihen aus sämtlichen Stilen passt kein Deckel. Aber wir wollen eine eigene Handschrift entwickeln.

Irina, du arbeitest immer wieder mit Tänzern und Musikern zusammen.

Irina Pauls: Es ist für mich jedes Mal neu überraschend und eine große Herausforderung. Wir müssen unterschiedliche Arbeitsprozesse koordinieren und eine Form der Verständigung finden. Die Musiker laufen plötzlich los wo wir noch suchen, und umgekehrt.
Mir als Choreografin verlangt es auch ein anderes Denken ab. Die Musik entwickelt eine sehr starke Eigendynamik, und da ich sie als Teil des Gesamtkonzepts sehe, ist von Anbeginn eine sinnvolle Idee und höchste partnerschaftliche Sensibilität gefragt.
Es macht einfach riesengroßen Spaß.

Kostüme für Tanz gelten als schwierig. Katja, wo siehst du das Besondere?



Katja Schröder: Im Tanz entwickeln Farben und Formen ein aufregendes Eigenleben durch die Bewegung und die Körper der Tänzer. Es ist eine interessante Aufgabe, sehr nah am und mit dem Körper der Tänzer zu arbeiten, denn das Material muss beim Tanz mit dem Körper harmonieren- oder wenn es das nicht tut, muss man sehr bewusst damit umgehen; Die Symbiose von Kostüm und Körper oder auch der Kontrast ist der Reiz bei der Arbeit mit Kostümen beim Tanz.

Pamela, wie bist du zum Leipziger Tanztheater gekommen?

Pamela Recinella: Ich komme aus Italien und habe mich bis jetzt mit Theater beschäftigt. In Deutschland hat mich Tanztheater begeistert, in Italien gibt es das nicht. Bei einem Workshop im Bauhaus Dessau habe ich Irina Pauls getroffen. Wir sprachen über ihre neuen Projekte mit der „D.C. Dilligence“, und ich war sehr interessiert.