präsentiert von Irina Pauls, D.C. Dilligence, Company und aktiven Seniorentänzerinnen

Zentrale Themen der Produktion sind die Folgen des demographischen Wandels und die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland. Die Altersverschiebung bedeutet eine zunehmende Belastung für die junge, pflegende Generation. Neben Beruf und Familie muss sie die Rolle der Pflegenden übernehmen. Die Choreografin Irina Pauls möchte diese komplexe Problematik erfühlbar machen. Im Vordergrund des Tanzstücks steht die Auseinandersetzung mit den Emotionen und Bedürfnissen von Pflegebedürftigen wie Pflegenden. Dies hat enorme Auswirkungen auf die familiäre Gemeinschaft. Die Gesellschaft stellt sich auf die so genannten „Best Ager“ als finanzstarke Traumzielgruppe ein. Dahingegen verschwinden Themen der häuslichen Pflege und der Zustände in den Pflegeheimen zunehmenden aus dem öffentlichen Bewusstsein.

Für die Choreografin Irina Pauls ist Alter ein zutiefst körperliches Thema. Der Alterungsprozess und seine Auswirkungen auf das soziale Beziehungsgeflecht der Betroffenen erschließt sich in ihrem Tanzstück folglich vor allem über den Körper und die Bewegung. Durch die Darstellung der verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten wird ein Einblick in die physischen und seelischen Zustände der Figuren vermittelt. Die Musik steht in engem Zusammenhang mit der Umsetzungsidee. In engem Zusammenhang mit der Umsetzungsidee steht eine eigens für das Tanzstück entwickelte Klangkomposition von Matthias Engelke.

Premiere: 11. September 2009 im Leipziger Felsenkeller

Foto: Rolf Arnold

Mitwirkende

Tanzstück von: Irina Pauls
Komposition: Matthias Engelke
Bühne: Horst Vogelgesang
Kostüme / Maske: Ricarda Knödler
Live-Musik: Eduard Funkner
Licht: Carsten Rüger
Operator: Konrad Anger
Sprecher: Matthias Hummitzsch
D.C. Dilligence: Unita Gay Galiluyo, Déborah Hofstetter, Mónica Muñoz Marín, Fernando Nicolás Pelliccioli, Marco Volta
Company des LTT
Seniorentänzerinnen aus Leipzig, Markkleeberg u. Böhlen

Premiere war am 11. September 2009 in Leipzig.
Neuauflage: 23.-26. September 2010 in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig

Fotos

Fotos: Rolf Arnold

Video

Irina Pauls – Pflegestufe IV: Video anschauen

 

defrosted by Irina Pauls / D.C. Dilligence und dem Schrabbe-Schüler-Wehrbach-Trio

Im Mittelpunkt der Produktion „Freeze“ steht ein Mann, der das Leben zwingend sinnlich erfahren will. Er forciert die Begegnung mit anderen Menschen und provoziert deren Reaktionen, um sich selbst zu spüren und auszuschöpfen. Unbeschränkt fordert er Zuwendung, egal ob sie ihn aufbaut oder zerstört. Unvermittelt fällt er aus der Zeit, er zieht sich zurück und entfremdet sich. Der Drang nach eigenem Erleben bricht ab, die Körperlichkeit ist auf das Notwendige reduziert. Das Leben um ihn geht weiter...

Sinnlichkeit und Energie der Bewegung verbinden sich mit Originalkompositionen und Standards des zeitgenössischen Jazz und dem Puls lateinamerikanischer Rhythmen. Tanz und Musik kreieren einen vibrierenden Raum und erzeugen eine dynamische und elektrisierende Atmosphäre. Die Instrumentation wechselt von solistischen Passagen zu verschiedenen Duo- und Triokonstellationen, auf die sich die Tanzsequenzen beziehen.

Premiere war am 2. Mai 2008 in Leipzig.

Mitwirkende

Tanzstück von: Irina Pauls
Tänzer: Viviana Escalé, Rebecca Jefferson, Volkhard Guist
Musik: Ralf Schrabbe (Klavier), Axel Schüler (Percussion), Daniel Wehrbach (Kontrabass)
Kostüme: Katja Schröder

Mehr Informationen

Alle Infos zur Produktion

Externe Links

Axel Schüler: www.axelitopercussion.de

Fotos

Fotos: Stefan Hoyer/punctum / Titelmotiv oben: Olaf Martens/Agenda 17

Video

Irina Pauls – Freeze: Video anschauen

 

Eischnee: Durch das Schlagen von Eiklar wird der Masse Luft zugeführt, die zunächst große noch sehr instabile Blasen bildet. Je länger man den Eischnee aber schlägt, desto kleiner werden die darin enthaltenen Bläschen und desto stabiler wird er aufgrund des immer festeren Zusammenhalts zwischen den Blasen. Schlägt man den Eischnee jedoch zu lange, dann riskiert man, dass er »perlt«, d. h. er beginnt sich irreversibel in einen festen und in einen flüssigen Teil zu trennen.

Das neue Stück der Choreografin erzählt vom Bedürfnis nach persönlichem Raum, der Platz für Entfaltung bietet. Mit dessen Beschränkung entsteht Abgrenzung und das Begehren, in fremde Räume einzudringen. Vom Zulassen und Verschließen, von Überlegenheit und unterlegen sein reichen die Spielarten zweier Frauen auf dem Weg ihrer individuellen Grenzerfahrung.

Premiere war am 7. Oktober 2007 in Leipzig.

Mitwirkende

Tanzstück von: Irina Pauls
Mit: Ulrike Reinbott, Lena Meierkord
Musik: Alba Nova | Matthias Engelke | Amon Tobin
Licht: Carsten Rüger

Fotos

Fotos: Stefan Hoyer/punctum

Video

Irina Pauls – Eischnee: Video anschauen

.
Sitemap