(2007)

Im Tanztheaterstück von Choreografin Bettina Werner erzählen die 14- bis 18-jährigen Tänzerinnen die Geschichte eines heranwachsenden Kindes und dessen Neugier auf ein sinnerfülltes und selbstbestimmtes Leben. Auf der Suche nach sich selbst, befindet sich die Protagonistin (MÄDCHEN MIT DEN LANGEN HAAREN ODER DER ROTEN KAPPE) in einem Konflikt zwischen Geborgenheit und Ablehnung der „Gesellschaft“. 

Der Konflikt entsteht aus der Erkenntnis ihres eigenen Ichs, ihres eigenen Sinns, ihrer Gefühle und Wertvorstellungen ... und der ablehnenden Haltung der „Gesellschaft“ gegen dieses eigene Ich, diesen eigenen Sinn ... und deren Gier, sich ihren bestehenden Mustern und Regeln dogmatisch unterordnen zu müssen. Die Ablehnung wird dann unerträglich, wenn dem Kind deshalb Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Halt und Vertrauen entzogen werden.

Bettina Werner beschreibt mit diesem Stück die Problematik der Identitätssuche junger Menschen. „Es ist überlebenswichtig, gesund und unbeschadet erwachsen zu werden, Sinnvolles zu verinnerlichen und Unsinniges zu erkennen.“, so die Choreografin.

Idee, Dramaturgie, Choreografie: Bettina Werner
Musik: Bruno Coulais, Björk, Jean-Philippe Goude, Niki Reiser, Yadsö Etsijä, „Guten Abend...“ (Sopran Ameling/ Klavier Jansen)
Sprecherin: Klara Fröhlich
Musikdramaturgie: Bettina Werner
Musikschnitt: Gundolf Nandico

Fotos: Markus R. Wiese

 

(2006)

Die „Medien“ haben heute einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung und den Lebensalltag der Kinder und geben vor, was „in“ oder „out“, gut oder schlecht ist.
Andererseits kämpfen gerade Kinder mit einer Reihe von Ängsten, die auch durch Medien geschürt werden können. Sie müssen erst lernen, Ängste zu verarbeiten, damit umzugehen. Fremdheit, Trennung, Dunkelheit, Krankheit oder Schule sind Lebenssituationen, die bei Kindern Angst auslösen können und starke psychische Wirkungen haben.

Brit Böttge und Bettina Werner, Choreografinnen und Tanzpädagoginnen beim LTT, greifen diese Einflüsse und Beziehungen in ihrer Inszenierung „Das Spiel“ auf. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Angsthase, der sich vor großen Kindern, Krach und vielen Dingen des Alltags fürchtet. Er wird gehänselt, ist unglücklich und kann Herausforderungen nicht annehmen, weil ihn seine Angst erdrückt. Doch sein Sinn für Gerechtigkeit und sein Mut, sich für andere einzusetzen, lassen ihn schließlich über sich hinaus wachsen. Rund 100 Tänzer im Alter von 5-14 Jahren präsentieren die Mut-Mach-Geschichte nach dem Buch von Elisabeth Shaw.

Choreografie: Brit Böttge und Bettina Werner

 

(2005)

Prospero, der Herzog von Mailand, vertieft sich in okkulte Studien, anstatt seinen Regierungsaufgaben nachzugehen. Sein machtgieriger Bruder nutzt die Nachlässigkeit des Regenten, reißt die Herrschaft an sich und verbannt Prospero und dessen Tochter auf eine ferne Insel. Mit Hilfe seiner okkulten Kräfte zieht der entmachtete Herzog jedoch die Feinde in seinen Bann und will sich an ihnen rächen…

Macht, Herrschaft und Gier stehen im Mittelpunkt des gleichnamigen Shakespeareschen Dramas. Schon vor mehr als 400 Jahren setzte sich der Dichter mit diesen zwischenmenschlichen Problemen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben, auseinander. Choreografin Bettina Werner inspirierte das Theaterstück zu einer phantasievollen Umsetzung des Stoffes in getanzte Bewegung.

 

Choreografie: Bettina Werner
Choreografische Mitarbeit: Brit Böttge
Musik und Komposition: Gundolf Nadico

 

Großer Erfolg: Juniorcompany siegt beim Bundeswettbewerb „Jugend Tanzt“

Die Juniorcompany des Leipziger Tanztheaters (LTT) hat am 21./22. Mai 2005 den bundesweiten Wettbewerb „Jugend Tanzt“ in Paderborn gewonnen. In der Kategorie „Moderner Tanz“ vergab die Jury den 1. Platz an die 10-14jährigen Tänzer des LTT für ihren Wettbewerbsbeitrag „Das Mauerblümchen“. Nachdem die Leipziger im November des Vorjahres den sächsischen Landeswettbewerb für sich entschieden hatten, setzten sie sich in Paderborn gegen die Landessieger der anderen Bundesländer durch.

Die Inszenierung „Mauerblümchen“ von LTT-Choreografin Brit Böttge ist ein bearbeiteter Auszug aus dem Tanzstück „Das Karussell“, das den Zuschauer in eine bunte und bezaubernde Welt entführt. Das Stück zeigt, wie schwer es ist, als „Mauerblümchen“ dazu zu gehören und wie widersprüchlich die Freude, in der einheitlichen Masse aufzugehen.

„Jugend Tanzt“ ist ein bundesweiter Wettbewerb – vergleichbar mit „Jugend musiziert“. Vom Deutschen Bundesverband Tanz e.V. und seinen Landesverbänden 2004 ins Leben gerufen, wird der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Renate Schmidt (SPD) ausgerichtet.

 


(2004)

Frei nach dem Songtitel „Das Karussell“ von Konstantin Wecker haben Brit Böttge und Bettina Werner ein Stück über Individualität und Einzigartigkeit inszeniert.

Nur fünf Freunde wollen anders, ganz normal sein. Sie bemerken nicht, dass sie damit ihre Einzigartigkeit aufgeben und in der Anonymität verschwinden.

Der Zuschauer sitzt im Zirkus, es scheppern Trompeten und Lichtkegel flitzen über die Bühne. Insgesamt 90 Mädchen und Jungen im Alter von 5 - 12 Jahren tanzen scheinbar jeweils eine eigene Choreografie. Sie zeichnen damit die verschiedenen  kindlichen Charaktere nach. Brillenschlange, Trampeltier, Klassenkasper oder Schlafmütze – alle fahren auf dem Karussell mit.

Das Stück zeigt, wie schwer es ist, nicht dazu zu gehören und wie widersprüchlich die Freude ist, in der homogenen Masse aufzugehen.

 

Idee, Konzeption, Choreografie: Brit Böttge, Bettina Werner
Musik: Konstantin Wecker, Safri Duo, Meret Becker, P. Tschaikowsky, I. Strawinsky, Thomas Newman

 


(2003)

Choreografie: Brit Böttge

VERONIKA oder WIE WERTVOLL UNSERE TRÄUME SIND

(2003)

Frei nach dem Roman von Paolo Coelho „Veronika beschließt zu sterben“ entstand ein Tanzstück, das den Verlust von Träumen im alltäglichen Leben thematisiert.
Unter der Leitung der Choreografin Bettina Werner zeigt das 40-köpfige Ensemble tänzerisch, wie der Alltag die Menschen zunehmend verbittert, Sehnsüchte in Vergessenheit geraten und die Kraft zum Träumen schwindet.

Fast unmerklich verwandeln sich die zuckenden Körper der 14- bis 18-jährigen Tänzerinnen und Tänzer zu einer Unisono-Rhythmus-Maschine. Veronika sehnt sich angesichts dieser Hoffnungslosigkeit nach dem Tod und entdeckt erst dadurch, wie schön das Leben sein kann, wenn man sich an seine Träume erinnert und um sie kämpft.

 

Idee, Konzeption, Choreografie: Bettina Werner
Musik: Jean Philippe Goude, Jan Garbarek, Michael Nyman, Lais, Safri Duo, Jean Pacalet, Ondrej Soukup

Weitere Stücke

EINBLICKE (2002)
Choreografie: Bettina Werner

VON ABC... BIS XYZ (2002)
Choreografie: Brit Böttge

ZUR FALSCHEN ZEIT AM FALSCHEN ORT (2001)
Choreografie: Bettina Werner

SO ODER SO (2001)
Choreografie: Brit Böttge
Foto: Markus R. Wiese

SCHNEEWEIßCHEN UND ROSENROT (2001)
Choreografie: Bettina Werner

ALLE FÜSSE KÖNNEN TANZEN (1999)
Choreografie: Brit Böttge

Fotos: Markus R. Wiese

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