Pflegestufe IV - Ein Tanzstück von Irina Pauls

„Pflegestufe IV“ nimmt das Thema „Überalterung“ über die Kunstform Tanz in den Blick. Auf der Bühne stehen 15 junge Tänzer (D.C. Dilligence und Company des Leipziger Tanztheaters) zusammen mit 20 aktiven Seniorentänzern aus der Region Leipzig. Premiere ist am 11. September 2009. Weitere Informationen zu Terminen und Karten hier.

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Foto: LTT (Abdruck des Bildes nur unter Nennung des Fotonachweises)

Offenes Training für Tänzer

Yoga mit Fernando Nicolás Pelliccioli

Das angebotene Training geht vom Yoga aus. Wörtlich übersetzt bedeutet Yoga “göttliche Verbindung” – im Mittelpunkt des Trainings steht das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele.

Das Ziel des Trainings ist, über eine Serie körperlicher Übungen („Asanas“) bessere Beweglichkeit, Muskelelastizität und ein bewussteres Körpergefühl zu entwickeln. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf der Atmung sowie auf den Möglichkeiten zur Entspannung. Letztlich soll durch das Training ein Zustand ruhigen mentalen Bewusstseins erreicht und die Möglichkeit einer bewussteren und volleren Existenz aufgezeigt werden. 

Das Training ist offen für alle Interessierten. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.

Termine

7. bis 11. Juli 2009, jeweils 10 bis 11.30 Uhr
14. bis 18. Juli 2009, jeweils 10 bis 11.30 Uhr
Großer Saal, Tanzhaus Leipziger Tanztheater, Johannes-R.-Becher-Str. 22, 04279 Leipzig

Kosten: 5 Euro/Training

Zur Person

Fernando Nicolás Pelliccioli wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Dort hat er seine Tanzausbildung am Taller de Danza Contemporánea des General San Martin Theaters absolviert.

Als Tänzer arbeitete er in Argentinien am Zeitgenössischen Ballett des Theaters San Martin (Buenos Aires), in der Company Nucleodanza unter der Leitung von Margarita Bali und Susana Tambutti (Buenos Aires) sowie in der Company Antikos unter der Leitung von Miguel Robles. Workshops bei: Haichi Akamine, Marina Giancaspro, Jeremy Nelson. 2000 kommt er nach Europa, wo er an weiteren Workshops mit Emio Greco, David Zambrano, Angels Margarit, Roberto Oliván, Sasha Waltz, Les Ballets C. de la B., Susan Klein, Jeremy Nelson, Luis Lara Malvacias, u.a. teilnimmt. Er hat mitgewirkt an Arbeiten von Helge Musial, Davide Camplani, Tomi Paasonen, Anna Huber, Damián Muñoz, Andrés Corchero, Rosa Muñoz, Fernando Hurtado, Trinidad G. Espinosa, Carlos Osatinsky, Arnd Müller, Janet Rühl, Helena Lizari, Roberto Oliván, Andrea  K. Schlehwein, Heike Hennig. Während der Documenta12 war er als Performer im Rahmen einer Installation von Trisha Brown tätig.

Er leitete Kurse und Workshops in Madrid, Kassel, Espacio de los Herreros (Barcelona), La Chumbera (Granada), im Taller de Danza Contemporánea des Theaters General San Martin (Buenos Aires) und in der Provinz Tucumán (Argentinien).

Seine letzten Projekte in Zusammenarbeit mit Carlos Osatinsky: „Caer”, „La inmediatez de la presencia pura (Improvisation)”, „Pido el Silencio“, „Tambien Tan Poco” (Improvisation für 11 Performers in Tucumán, Argentinien).

Momentan lebt er in Berlin. Im September 2009: „Pflegestufe IV“ – Ein Tanzstück von Irina Pauls (Leipzig).

Gesucht: Tanzpädagoge/-in ab September 2009

Bewerbungsschluß 4. Mai 2009

Ab September 2009 sucht das Leipziger Tanztheater (LTT) eine/n zusätzliche/n Tanzpädagogen/-in mit Erfahrung im kreativen Kindertanz. Es geht um eine Teilzeitbeschäftigung; stufenweise ausbaufähig. Für 2009/10 sechs Unterrichtsstunden/Woche, Steigerung ab 2010.

Die Aufgabengebiete umfassen:

  • Grundausbildung im Fach Klassischer Tanz für Kinder und Jugendliche
  • Mitarbeit an künstlerischen Prozessen
  • Choreografie
  • Assistenz
  • Organisation

Für Bewerber, die nicht aus Leipzig kommen, kann für die Anfangsphase eine Unterkunft in Leipzig gestellt werden. Aussagekräftige Bewerbungen bitte an:

Leipziger Tanztheater / J.-R.-Becher-Straße 22 / 04279 Leipzig
kontakt@leipzigertanztheater.de

Ansprechpartner: Ronald Schubert

Audition am 25. Juni 2008

Wir suchen für unsere Company Tanzbegeisterte ab 18 Jahren mit Erfahrung im zeitgenössischen Tanz. Die Audition findet in Form eines Workshops mit der künstlerischen Leiterin Irina Pauls statt:

Mittwoch, 25. Juni, 19 - 22 Uhr
im Tanzhaus des Leipziger Tanztheater
Johannes-R.-Becher- Str. 22

Anmeldungen mit Namen und ein paar kurzen Informationen zur eigenen Tanzerfahrung bis zum 20.Juni 2008 an: Kontakt
Informationen zur Company finden Sie hier: Company

ESCALATORS – Tänzerisches Experiment an einem nicht alltäglichem Ort

Irina Pauls mit der Company bei Theater der Welt 2008

Wie viel Bewegungsfreiheit lässt der öffentliche Raum? Wie reagieren Menschen, wenn ihre gewohnten Bahnen unterbrochen werden? An den Wochenenden 21./22., 28./29. Juni und 5./6. Juli verwandelt sich der Flughafen Leipzig/Halle in einen außergewöhnlichen Ort: 15 Tänzer des Leipziger Tanztheaters werden unter der Choreografie Irina Pauls´ im Rahmen des Festivals „Theater der Welt 2008“ auf dem langen Laufband und den Rolltreppen zur Abfertigung mit ihrer Performance präsent sein.

Die Rollbänder- und Treppen strukturieren den Bewegungsablauf der Fluggäste und geben ihnen ein Tempo vor. Die Menschen werden durch die Architektur geordnet und ordnen sich selbst dem vorgegebenen Fluss unter. „In diesem Status ist ihre Physis gut erkennbar. Sie sind statisch, während sich ihr Körper vorwärts bewegt. Ich will den starren Strukturen der Architektur lebendige Elemente entgegensetzen”, so Irina Pauls. Die Tänzer werden sich nicht in den vorgegebenen Bewegungsstrom einordnen. Sondern sie werden das Tempo, die Laufrichtung, die Körperabstände auf den Bändern variieren und in den normalen Fluss eingreifen. Die vorgegebene Ordnung wird mit einer unerwarteten Neuordnung durch die Tänzer konfrontiert. Festgelegte Strukturen lösen sich auf.

„Escalators“ ist das künstlerische Begleitprogramm des Internationalen Theaterinstituts (ITI) zum Festival „Theater der Welt 2008“. Im Zentrum stehen vier choreografische Interventionen von Irina Pauls (Leipzig/Deutschland), Charlotte Vincent (Sheffield/England), Yunna Long (Guangzhou/China) und Dani Lima (Rio de Janeiro/Brasilien), begleitet von Medienkünstlern, Studenten und Freien Theatermachern aus Halle.

Performance Irina Pauls/Company Leipziger Tanztheater
Flughafen Leipzig/Halle; Eintritt frei
21./22. Juni; 28./29. Juni; 5./6. Juli
jeweils samstags zwischen 18-20 Uhr; sonntags zwischen 15-18 Uhr;
außer 21. Juni  zwischen 16.30-18.30 Uhr und 28. Juni zwischen 14-16 Uhr

Hintergrundinformationen

Das gesamte Festival „Theater der Welt 2008“ steht unter dem Motto „Komm. Ins Offene!“. Intention von „Escalators“ ist es, dieses Thema aufzugreifen und zu hinterfragen. „Die Rolltreppen – Escalators – bilden zugleich assoziativen Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeiten und Schauplatz der szenischen Ergebnisse. Sie bieten sich sowohl in ihrer gesamten architektonischen, stadträumlichen, infrastrukturellen und technischen Symbolik als Auslöser kreativen Bearbeitens und spielen zugleich eine signifikante Rolle in der aktuellen Sicherheitsdebatte“, beschreibt Michael Freundt, neben Irina Pauls künstlerischer Koordinator des Projektes, die Idee.  Es geht darum, während des Festivals den Blick auf die Stadt und die Menschen zu richten, die sich in ihr bewegen und zu fragen: Wie offen ist das Offene?
Kooperationspartner: Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Universität Leipzig, Hochschule Merseburg und die University of Hertfordshire (London) sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung (Landesbüro Sachsen-Anhalt) und die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.
Mit freundlicher Unterstützung durch: StadtCenter „Rolltreppe“, WÖHRL, Haus des Buches, Flughafen Halle/ Leipzig, ufo Galerie und Kunstraum Halle, Thalia Theater Halle, MediMax Halle, culturtraeger, move Berlim, Leipziger Tanztheater, Mime Centrum Berlin, Werkleitz Gesellschaft, Tanzstudio bella soso sowie British-Council und Goethe-Institut.

www.iti-germany.de/escalators und www.theaterderwelt.de

Workshop mit Yunna Long, Guangdong (China)

Zeit: Samstag, 12. Januar 2008 – 11.00 bis 16.00
Ort: Leipziger Tanztheater, Johannes-R.-Becher-Straße 22; 04279 Leipzig

In Kooperation mit dem Leipziger Tanztheater bietet das Internationale Theaterinstitut (ITI) einen Workshop mit der chinesischen Choreografin Yunna Long (Guangdong Modern Dance Company) an. Für sein Projekt „Bewegungsmelder/ escalators“, welches das ITI im Rahmen des Festivals Theater der Welt in Halle 2008 (19.6. – 6.7.2008) durchführen wird, sind drei ChoreografInnen – aus Europa, Lateinamerika und Asien – eingeladen, um in Workshops und eigenen Performances Tanz im öffentlichen Raum zu präsentieren.

Es ist erklärtes Ziele des ITI, in diese Projekte die regionale Tanzszene einzubinden. Nach einem ersten Workshop mit Charlotte Vincent (Sheffield/ UK) Anfang November 2007 wird der Workshop mit Yunna Long ein nächster Schritt auf diesem Weg sein – hin zum Projekt bei Theater der Welt 2008. Yunna Long wird zu den ChoreografInnen gehören, die in Workshops und kleineren Produktionen das ITI-Projekt gestalten. Ihr Aufenthalt in Leipzig und Halle dient der Vorbesichtigung der Schauplätze der Performances und der Begegnung mit der Szene in Leipzig/ Halle und mit möglichen Interessenten für das Projekt bei Theater der Welt 2008.

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl allerdings begrenzt. Bewerbungen mit Angaben zur künstlerischen Ausbildung und evtl. eigenen Projekten daher bitte bis zum 22. Dezember an Irina Pauls (Irina.pauls@t-online.de) und per Kopie  Michael Freundt (m.freundt@iti-germany.de).

Guangdong Modern Dance Company

Die Guangdong Modern Dance Company, ein experimentelles modernes Ensemble, wurde im Juni 1992 nach Genehmigung der Volksregierung der Provinz Guangdong als Ensemble offiziell gegründet. Die Company verbindet ein Gefühl der asiatischen Tradition und Geschichte mit modernen Tanz und schaffen damit eine einzigartige Arbeit. Wu Bing designed wonderful costumes, from semi-traditional to fanciful, while the lighting was minimal, sets almost nonexistent, and most of the music American.

Seit seiner Gründung hat das Ensemble eine große Anzahl von ausgezeichneten Stücken für modernen Tanz geschaffen. Das Ensemble ist auf Einladung auf Tourneen in den USA, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Singapur, der Republik Korea, Indien, den Philippinen, Hong Kong und Macao gewesen. Seine Vision, dass moderner Tanz ein geeignetes Medium für Selbst-Ausdruck ist, zieht talentierte Tänzer und Choreographen aus ganz China an – ein Wegbereiter für die Entwicklung des Tanzes in einem Land, das sich im sozialen und kulturellen Hintergrund sehr von den westlichen Ländern unterscheidet. Company-Mitglied und Choreografin Yunna Long hat mit ihrem herausragenden künstlerischen Ansatz internationale Anerkennung erlangt.

Weitere Informationen über: Tina Hoffmann und Michael Freundt beim Internationalen Theaterinstitut – Tel. 030 / 791 17 77 bzw. m.freundt@iti-germany.de

Workshop mit Charlotte Vincent, Sheffield

Zeit: Sonntag, 11. November 07 – 11.00 bis 16.00
Ort: Tanzhaus des Leipziger Tanztheaters, Johannes-R.-Becher-Straße 22; 04279 Leipzig

In Kooperation mit dem Leipziger Tanztheater bietet das Internationale Theaterinstitut (ITI) einen Workshop mit der britischen Choreografin Charlotte Vincent (Vincent Dance Theatre) an.

Für sein Projekt „Bewegungsmelder/ escalators“, welches das ITI im Rahmen des Festivals Theater der Welt in Halle 2008 (19.6. – 6.7.2008) durchführen wird, sind drei ChoreografInnen – aus Europa, Lateinamerika und Asien – eingeladen, um in Workshops und eigenen Performances Tanz im öffentlichen Raum zu präsentieren.

Es ist erklärtes Ziele des ITI, in diese Projekte die regionale Tanzszene einzubinden. Ein erster Schritt hierfür wird der Workshop mit Charlotte Vincent sein.

Charlotte Vincent wird zu den ChoreografInnen gehören, die in Workshops und kleineren Produktionen das ITI-Projekt gestalten. Ihr Aufenthalt in Leipzig und Halle dient der Vorbesichtigung der Schauplätze der Performances und der Begegnung mit der Szene in Leipzig/ Halle und mit möglichen Interessenten für das Projekt bei Theater der Welt 2008

Der Workshop ermöglicht es den TeilnehmerInnen, die sehr physische Tanzsprache von Charlotte kennen zu lernen und Einblick in ihre choreografische Arbeit zu bekommen. Ihre Company Vincent Dance Theatre (www.vincentdt.com) wurde 1994 gegründet, ist international auf Tour und war 2001 auch bei der euro-scene Leipzig zu Gast.

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl allerdings begrenzt. Bewerbungen mit Angaben zur künstlerischen Ausbildung und evtl. eigenen Projekten daher bitte bis zum 26. Oktober an
Irina Pauls: Irina.pauls@t-online.de
Cc. bitte an: Michael Freundt: m.freundt@iti-germany.de

Weitere Informationen über: Tina Hofmann und Michael Freundt beim Internationalen Theaterinstitut – Tel. 030 / 791 17 77 bzw. m.freundt@iti-germany.de

Abo Dreisprung

Erstmals bieten das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, das Leipziger Tanztheater und das Theater der Jungen Welt, drei »junge« Leipziger Kultureinrichtungen, ab der kommenden Spielzeit das gemeinsame Abo »Dreisprung« an. Mit diesem Abo kann von jedem der drei Einrichtungen eine der nachfolgenden Aufführungen nach Wahl besucht werden.

mehr Infos...

PREMIERE „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Ein Tanztheaterstück von Bettina Werner für die Juniorcompany der Älteren (14 – 18 Jahre)

Es ist die Geschichte eines heranwachsenden Kindes, dessen Neugier auf ein sinnerfülltes und selbstbestimmtes Leben und seinem Konflikt, resultierend aus der Erkenntnis seines eigenen Sinns und der Ablehnung der Gesellschaft gegen diesen eigenen Sinn.

Im gleichen Programm läuft als Wiederaufnahme

„Das Spiel“
Tanzstück von Brit Böttge für die Juniorcompany der Jüngeren (6-14 Jahre)

Im Mittelpunkt der „Spiel“-Inszenierung steht Der kleine Angsthase (in Anlehnung an das Kinderbuch von Elisabeth Shaw), der sich vor großen Kindern, Krach und vielen Dingen des Alltags fürchtet. Er wird gehänselt, ist unglücklich und kann Herausforderungen nicht annehmen, weil ihn seine Angst erdrückt. Doch sein Sinn für Gerechtigkeit und sein Mut, sich für andere einzusetzen, lassen ihn schließlich über sich hinaus wachsen. „Die Geschichte vom Angsthasen, der lernt, seine Angst zu besiegen, soll Kindern Mut machen und Hoffnung geben“

Dienstag, 10. Juli 2007, beide Stücke jeweils 17 und 20 Uhr
Musikalische Komödie (Haus Dreilinden) Leipzig

Tickets sind erhältlich bei Oper Leipzig Tel 0341-126 1261,
www.ticketonline.de, an allen VV-Stellen und an der Abendkasse

Töpfe für den Tanz

Das Leipziger Tanztheater sucht für die neue Produktion von Irina Pauls Töpfe aller Art.

Wer erwartet, dass es sich dabei um eine weitere Kochshow handelt, wird allerdings enttäuscht. Wozu die Töpfe dennoch nützlich sein können, wird beim Festival "Fahrgastraum" des Leipziger Tanztheater vom 3.-7. Oktober zu sehen sein. Da wird das Tanzstück seine Premiere feiern.

Ihre ausgedienten Töpfe bitte abzugeben im: Tanzhaus des Leipziger
Tanztheaters, J.-R.-Becher-Straße 22, 04279 Leipzig (Lößnig), Tel. 0341-338 55 30

Irina Pauls als neue künstlerische Leiterin

Innovatives Zukunftsmodell für die zeitgenössische Tanzszene

Für das Leipziger Tanztheater (LTT) eröffnen sich mit der Zusage Irina Pauls als neue künstlerische Leiterin der Company interessante Perspektiven. Ab November 2007 übernimmt die renommierte Choreografin die künstlerische Arbeit am Leipziger Tanzhaus. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Ronald Schubert hat sie für das LTT ein innovatives Zukunftsmodell entworfen. Mit 360 tanzenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besitzt das Leipziger Tanztheater bereits eine sehr erfolgreiche Struktur. Neben der Juniorcompany und der semi-professionellen Company will Pauls nun auch eine professionelle Company in Leipzig etablieren.

Das Strukturkonzept des LTT verfolgt grundsätzlich einen integrativen Ansatz für die Region Mitteldeutschland. Im Vordergrund steht die Förderung einer breiten zeitgenössischen Tanzszene und die Professionalisierung der gesamten Branche: „Wichtiges Ziel für uns ist es, dazu beizutragen, die freie Tanzszene in der Region insgesamt aus ihrer Off-Position herauszubringen, neu zu beleben.“ so Irina Pauls. Dafür sind neben der Etablierung eines eigenen „Profi-Bereichs“ nach Meinung von Pauls und Schubert vier Bausteine in der zukünftigen Arbeit des LTT notwendig: 1. Kooperationen mit regionalen, nationalen und internationalen Künstlern und Häusern, 2. die Schaffung einer eigenen Spiel- und Ausbildungsstätte, 3. kommunale und soziale Arbeit in der Region und 4. die Aufführung von experimentellen Formaten von Kunst im Theater und öffentlichen Raum. „Tanztheater bekannt zu machen heißt auch, es ebenso an alltäglichen oder aber auch ungewöhnlichen Orten zu zeigen.“, sind sich Irina Pauls und Ronald Schubert einig.

Im Bereich Presse können Sie sich die aktuelle Pressemitteilung sowie Fotos von Irina Pauls downloaden.

Neue Gastchoreografen für die Company

Die Gastchoreografen Norman Douglas und Bettina Holzhausen – zwei international renommierte Künstler – haben seit März dieses Jahres die künstlerische Arbeit mit der Company übernommen.

Der gebürtige Glasgower Norman Douglas steht nicht nur in seinem Heimatland, sondern in ganz Europa als angesehener Lehrer, Tänzer und Choreograf auf der Bühne. Als künstlerischer Leiter seiner Company „Norman Douglas & Co“ feierte Douglas zahlreiche Erfolge, wie z. B. im Royal Opera House Covent Garden. Zwischen 1988 und 1992 arbeitete er mit der Tanztheater-Koryphäe Royston Maldoom zusammen und assistierte unter anderem bei den Produktionen "Carmina Burana" und "Verdi's Requiem".

Bettina Holzhausen ist ebenfalls mit abendfüllenden Produktionen in der Schweiz und europaweit unterwegs. Als künstlerische Leiterin unterrichtete sie bereits an verschiedenen Schweizer Institutionen sowie im Ausland (Argentinien, Sofia, Leeds usw.). Seit vielen Jahren ist Holzhausen regelmäßig Gastdozentin an der lettischen Kulturakademie in Riga.

„Wir sind stolz darauf, dass wir zwei herausragende Persönlichkeiten der Tanztheaterszene für die Zusammenarbeit gewinnen konnten.“ (Ronald Schubert, Geschäftsführer des LTT)
Zurzeit studiert die Company unter der Leitung der beiden Gastchoreografen zwei neue Stücke ein. Im Herbst dieses Jahres feiert das Leipziger Tanztheater sein 40-jähriges Bestehen mit einem Festival. Die neuen Produktionen von Holzhausen und Douglas werden innerhalb des Festivalprogramms zu sehen sein.

Weitere Informationen zu den Personen finden Sie hier:
Bettina Holzhausen, www.nestcepas.ch
Norman Douglas, norman-douglas-and-company.com
Fotos: Paolo Israel (Bettina Holzhausen); Norman Douglas (Norman Douglas)

Das Ende eines Traums

Liebe Freunde des Leipziger Tanztheaters, wie warscheinlich viele von Ihnen wissen haben wir uns in den letzten Monaten sehr intensiv um eine Beteiligung am Kultur- und Gewerbehof Feinkost an der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig bemüht. Unsere Bemühungen wurden dabei gebündelt im Zusammenschluss von 4 Kulturvereinen (dem LOFFT, der naTo, der Cinémathèque und dem LTT) in der KULTURSTIFTUNGFEINKOST GbR. Leider ist der Traum vom Feinkosthof zerbrochen. Im Folgenden möchten wir Ihnen in einer gemeinsamen Erklärung noch einmal beschreiben wie es für uns war, wie es zum Bruch kam und was für uns bleibt.
 

Öffentliche Erklärung der KULTURSTIFTUNGFEINKOST GbR

Leipzig am 08.12.2006

Im November 2003 begann mit der Gründung der IG Feinkost in der naTo ein für Leipzig bisher einmaliger Prozess, in dessen Verlauf sich Leipziger Bürger, Kulturschaffende und Gewerbetreibende zusammen schlossen, zu Kraft und Stärke fanden, eine Idee entwickelten, Menschen begeisterten, ihre Gemeinschaft aufgaben und nun vor den Trümmern ihrer einstigen Vision stehen. Nachdem der Entwicklungsplan der TLG für die Feinkost,der mehr als 2.500 qm Discounter vorsah und damit das gewachsene Gefüge der Südvorstadt zu zerstören drohte, im Dezember 2003 gestoppt wurde, ging die IG Feinkost daran, ihre eigene Vision für diesen Ort zu entwickeln. Es entstand die Idee vom Kultur- und Gewerbehof Feinkost, die im Mai 2004 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, für die sich 13.000 Leipziger mit ihrer Unterschrift aussprachen und die letztlich zu der Vereinbarung zwischen Stadt Leipzig und TLG führte, der IG Feinkost die Chance zu geben, ihr Konzept tatsächlich auch umzusetzen.

Es war November (2004) und es begann der Zerfall der IG Feinkost. So stark, wie vor Jahresfrist der „gemeinsame Feind“ zusammengeschweißt hatte, so schnell fiel nach seinem Verschwinden das Bündnis wieder auseinander. Die frohe Botschaft war kaum verkündet, da ging es an das Zerteilen des Bärenfells. Es wurde nicht mehr miteinander gesprochen sondern gegeneinander. Und der Ton wurde immer schärfer. Auch der Versuch, die zerstrittenen Parteien über eine Mediation wieder zu vereinen, scheiterte.

Es war November (2005) und die Stadt begann, die Ausschreibung des Geländes vorzubereiten. Das Ziel war geblieben, der Weg allen unklar. Am Ende einer langwierigen und kräftezehrenden Bewerbungsphase war das Urteil der Jury ein salomonisches. Keine der beiden Parteien hatte die Auflagen der Ausschreibung vollends erfüllt – aber die Idee sollte noch nicht sterben. Also bekamen beide Seiten Hausaufgaben und eine allerletzte Frist von vier Wochen, innerhalb derer sie sich zusammenraufen und eine grundsätzliche Einigung über die gemeinsame Entwicklung des Kultur- und Gewerbehofes hinbekommen sollten. Ansonsten drohen Räumung und Schließung des Geländes.

Für das Konzept des Kulturzentrums schätzte die Jury ein, dass es im Flächenansatz zu groß sei und die Baukosten in der errechneten Höhe unfinanzierbar erschienen. Beides sei drastisch zu senken. In diesem Zusammenhang sei zu prüfen, ob die Unterbringung aller vier Vereine den Rahmen sprenge und die notwendige Verkleinerung durch das Ausscheiden eines oder zweier Vereine zu erreichen sei. Wir machten uns an die Arbeit und schafften eine Flächenreduktion um 25% sowie eine Kostensenkung um 30%.

Mit allen vier Vereinen. Mit diesem Zwischenergebnis gingen wir in die Verhandlungen mit der Genossenschaft. Der November (2006) ist vergangen und nach erneut gescheiterten Verhandlungen ist es für uns an der Zeit, das Resümee zu ziehen: Wenn

  • die nachweislichen Synergieeffekte innerhalb eines gemeinsamen Kulturzentrums von vier Vereinen nicht überzeugen,
  • die Aussicht auf ein Zentrum für Freie Kultur, das anstrebt, sich langfristig in wesentlichen Teilen von Fördermitteln der Stadt zu emanzipieren, kein Interesse weckt,
  • die übergreifende inhaltliche Arbeit der in verschiedenen Sparten beheimateten Vereine, die zu neuen, unerwarteten Projekten führen kann, nicht neugierig macht,
  • der positive Nebeneffekt für das Theater der jungen Welt, die dringend benötigten zusätzlichen Arbeitsräume nach dem Auszug des LOFFT im eigenen Theaterhaus finden und nutzen zu können, nicht mobilisiert,
  • die Tatsache, dass gerade der Verbund von vier gestandenen, erfolgreichen Kulturvereinen das immer wichtiger werdende Engagement von Sponsoren und Förderern bündelt, nicht zum Verstehen unserer Intentionen beiträgt,

dann ist solch ein Unterfangen derzeit nicht realisierbar. Vielleicht ist die vorgeschlagene Lösung zu komplex, vielleicht sind Not und Handlungsdruck der Kulturszene noch nicht präsent genug, um Lösungen zu unterstützen, die über den Pragmatismus des Tagesgeschäfts hinausweisen. Wenn darüber hinaus

  • das Eigentum an über zwei Dritteln der Gesamtflächen auf dem Feinkosthof – also in bester, citynaher Geschäftslage – nicht ausreichen soll, ein florierendes Gewerbezentrum entstehen zu lassen,
  • die Tatsache, dass der Erwerb der gesamten Flächen lediglich einen Euro kostet und die Stadt darüber hinaus noch finanzielle Hilfe für die Sanierung der Gewerbebauten anbietet, die Genossenschaft nicht zur Akzeptanz unseres Konzeptes bewegen kann,
  • mit allen Vorschlägen der Genossenschaft für die Unterbringung des Kulturzentrums die Zerschlagung der Stiftung und die räumliche Isolierung des Kulturbetriebes vom Feinkosthof verbunden ist,
  • letzten Endes die Genossenschaft sogar ihren eigenen Vorschlag, den wir trotz erheblicher Nachteile für das Kulturzentrum ohne jeglichen Vorbehalt im Interesse einer Einigung am 1.12.2006 angenommen haben, ablehnt,

dann kann das nur einen Grund haben: Wir sind dort – entgegen aller früheren Lippenbekenntnisse – schon lange nicht mehr gewollt.

Die Kulturvereine sind spätestens seit dem Zerfall der IG Feinkost als Eindringlinge begriffen, jedenfalls meistens als solche behandelt worden. Eine wirkliche Einigung zum beiderseitigen Vorteil und eine gedeihliche Zusammenarbeit im Dienste einer gemeinsamen Idee waren offensichtlich nicht angestrebt. Es ging in den Gesprächen nie um das Aufspüren der Chancen, die in einem gemeinsamen Projekt stecken, es ging nie um das Verstehen des anderen, das Denken in dessen Rahmenbedingungen und Zwängen, es ging nie um gegenseitige Ergänzung. Wir waren nie gemeint.

In den letzten Verhandlungsrunden haben wir selbst mehrere Lösungsvorschläge unterbreitet, einem Schlichtungsvorschlag der Stadt und letztlich dem Teilungsvorschlag der Genossenschaft zugestimmt. Wir haben uns verbogen soweit es ging und engste Raumlösungen sowie eine erneute Kostensteigerung akzeptiert. Die Amputation eines oder zweier Vereine kommt für uns nicht in Frage, kann nicht in Frage kommen, weil damit Sinn und Funktionieren unseres Projektes grundsätzlich in Frage gestellt würden. Dies sowohl im inhaltlichen Anspruch als auch betriebswirtschaftlich.

Für eine Einigung zwischen zwei Parteien werden nun einmal beide gebraucht. Wenn – wie im Fall der Feinkost geschehen – eine Fraktion permanent die Einigung hintertreibt, dann ist auch trotz intensivster Bemühungen der anderen kein gemeinsamer Weg möglich. Wir können das ebenso wie die Stadt Leipzig nur mit äußerstem Bedauern konstatieren und sind gespannt, welche „bessere Lösung“ die Genossenschaft für das Areal vorbereitet hat.

Auch wenn sich das von uns erhoffte Ergebnis nicht eingestellt hat, möchten wir an dieser Stelle noch einmal allen, die uns in den letzten Jahren auf unserem schwierigen Weg begleitet haben, herzlich Dank sagen. Ohne das Vertrauen und die aktive Hilfe tausender Leipziger Bürger, der Stadtverwaltung und vieler Politiker bis hinauf zum Bundestag wären wir sicher schon vor drei Jahren an der ersten Hürde gescheitert. Danke, dass Sie alle uns so weit getragen haben. Wir hoffen, dass Sie auch im Moment dieser schweren Entscheidung den Glauben an uns nicht verlieren.

Wir haben es nicht geschafft, mit dem Feinkosthof unser Versprechen von 2004 einzulösen, aber wir sind nach wie vor fest von der Richtigkeit unseres Weges überzeugt, denn uns sind – anders als es jetzt erscheinen mag – nicht nur Enttäuschungen widerfahren.

Neben den vielen unangenehmen Erfahrungen der vergangenen Monate konnten wir vor allem eine machen, die uns Hoffnung für die Zukunft gibt: Der Zusammenschluss von sehr unterschiedlichen Kulturvereinen – sowohl in der künstlerischen Ausrichtung als auch in der Arbeitsweise – ist möglich. Was dabei heraus kommt, ist ein kulturelles Konzept, in dem sich Differenzen optimal ergänzen, in dem Synergien die schwierigen Rahmenbedingungen anspruchsvoller Kulturarbeit ausgleichen, in dem Visionen entstehen und die Arbeit Spaß macht. Und wir haben erlebt, dass wir unterschiedlichste Menschen für unsere Ideen begeistern können; vom Künstler bis zum Kunstinteressenten, vom Kunstförderer und Sponsor bis hin zum Leipziger, dem an einer lebendigen und kulturvollen Heimatstadt gelegen ist.

Aus dieser Sympathie und aus diesem Interesse beziehen wir unsere Kraft und die Überzeugung, dass das Kulturzentrum unserer Stiftung einmal Realität werden wird. In diesem Zentrum werden Cinémathèque, Leipziger Tanztheater, LOFFT und naTo eine Kultur anbieten, die nicht vordergründig auf kommerziellen Erfolg ausgerichtet sein muss, um existieren zu können. Wir werden gemeinsam Kulturprojekte kreieren, die kontinuierlich über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung finden. Wir werden einen Ort für die Leipziger schaffen, an dem sie sich täglich kulturvoll einmischen können, einen Ort, an dem Kultur entsteht und dieser Entstehungsprozess selbst zu Kultur wird.

Dafür lohnt es sich, gemeinsam weiter zu machen.

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