1967 – Theater der Poesie

Am Anfang stand die Idee Jürgen Goewes, Tanz, künstlerisches Wort, Musik und Gesang in niveauvollen Amateurprogrammen in einem „THEATER DER POESIE“ zu vereinigen.

Im November 1967 trafen sich 16 junge Tänzerinnen und Tänzer zum ersten Training und im gleichen Jahr fand sich mit der Deutschen Post ein Trägerbetrieb für dieses ambitionierte Projekt.

1967 – Tanzstudio der Deutschen Post

Bereits kurze Zeit später entwickelte sich das Ensemble als „Tanzstudio der Deutschen Post“ zu einer der führenden Amateurtanzgruppen des Landes.

Zahlreiche Auszeichnungen, so unter anderem der Kunstpreis der Stadt Leipzig, der Preis des Ministers für Kultur und weitere Preise für Choreografie und Solisten bestätigten die niveauvolle Arbeit der Künstlergruppe.

1981 – Tanztheater

Mit der Neuausrichtung des Ensembles durch die verstärkte Auseinandersetzung mit inhaltlichen Aspekten und dem damit verbunden Versuch dem Tanz eine neue Ebene hinzuzufügen, änderte sich der Name 1981 in „Tanztheater“.

1989/90 – Gesellschaftliche Umwälzphase

Es schien, als ob das Tanztheater - seit 1991 nun eingetragener Verein – den politischen Umbruch in der DDR problemlos überstanden hätte. Aber nicht nur der Verlust des Hauptsponsors und damit der Probenräume, sondern vor allem der Weggang des damaligen künstlerischen Leiters, Jürgen Goewe, erschwerten die Arbeit des Ensembles erheblich.

Nicht zuletzt durch das aufopferungsvolle Engagement der neuen künstlerischen Leiterin, Karen Schönemann, und die Unterstützung von Gastchoreografen wie Norman Douglas (London) oder auch Ingrid Einfeldt (Köln) konnten neue Tänze und Programme einstudiert werden. Der neue Hauptsponsor Lorenz Overnight gab dabei Rückhalt und ermöglichte so das Überleben des Vereins.

Heute

Heute leitet der Diplomkaufmann und ehemalige Tänzer des LTT Ronald Schubert die Geschäfte des Vereins, der seit dem Jahr 2003 abermals an Mitgliedern gewonnen hat.

Mit den folgenden Produktionen und künstlerischen Leiterinnen Jonna Huttunen und Canan Erek knüpfte das Leipziger Tanztheater an alte Erfolge an.

 

 

2007 war für das LTT ein ganz besonderes Jahr, denn es feierte sein 40jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand das Festival „Fahrgastraum“. An fünf Tagen begeisterten Gäste aus dem In- und Ausland sowie die Companies des LTT das Publikum mit zahlreichen Inszenierungen, darunter acht Uraufführungen. Das Aufeinandertreffen renommierter Choreografen mit jungen Nachwuchschoreografen - unter ihnen zahlreiche Ehemalige des LTT - bot ein kontrastreiches Programm mit einem breiten Spektrum an Themen und künstlerischer Umsetzung.

Mit etwa 1.650 Zuschauern und Festivalgästen wurde das erste Festival des Vereins zu einem großen Erfolg. Zudem gab die multimediale Ausstellung „Wege, die wir gehen“ den Besuchern einen interessanten Einblick in die bewegten 40 Jahre des LTT. Auch das begleitende Fachprogramm eröffnete sehr interessante Entwicklungs- und Gestaltungsperspektiven für die regionale Tanzszene. Für die Zukunft ist eine Wiederholung des Festivals geplant.
 
zum Fahrgastraum

Gastspiele

In den 70er und 80er Jahren führten zahlreiche Gastreisen in die Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie nach Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und in die Tschechoslowakei. Nach der politischen Wende nahm die Gruppe 1990 an einem Tanzprojekt in Duisburg unter der Leitung des Britischen Choreografen Royston Maldoom teil.

Im Jahr darauf reisten die Tänzer zum internationalen Youth Festival nach Aberdeen (Schottland) und gastierten anlässlich des German-American Day in den USA. Es folgten neben erfolgreichen Auftritten in Deutschland weitere Auslandsaufenthalte in Bratislava (Slowakei) und Okinawa (Japan).

Finanzielle Unterstützung

Durch die Hilfe der Stadt Leipzig, des Freistaates Sachsen und eines sich neu entwickelnden Sponsorenkreises nimmt das Leipziger Tanztheater heute eine wichtige Stellung in der Freien Szene Leipzigs ein und gewinnt stetig an Aktiven.

Erfolgsmaß

Mittlerweile sahen mehr als 700.00 Zuschauer die über 800 Aufführungen des Leipziger Tanztheaters im In- und Ausland.

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